Pressemitteilung vom 19. Januar 2026
Ein Blick auf die hinter der Eching-App stehende Technik und die Antworten aus dem Rathaus zu den Arbeitsabläufen rund um diese im Frühjahr angeschaffte Software rechtfertigen es, von einem Fehlkauf zu sprechen. Es wäre stattdessen möglich gewesen, innerhalb der Gemeindehomepage Informationen in beide Richtungen - vom Rathaus zum Bürger und umgekehrt von den Bürgern ins Rathaus - auszutauschen. Eching hätte sich weiterhin mit einem Internetauftritt "aus einem Guss" präsentiert, für den es keines App-Store-Zugangs bedarf und der nicht auf gewisse Betriebssysteme und Hardware abgestellt ist. Für besagte Eching-App und eine KI-Auskunft wurde Geld verwendet, das für eine Bürgerbeteiligungssoftware vorgesehen war. Unterschleißheim oder Augsburg haben diesbezüglich in überzeugende Lösungen investiert, die für Eching nun in die Ferne gerückt sind. Auch steht in Frage, ob hinter dem Kauf und der Förderung "künstlicher Intelligenz" mit öffentlichen Mitteln ein gesellschaftliches Interesse steht. Im Gegenteil stimmen Beobachter darin überein, dass Investoren der KI aktuell zu hohe Erwartungen entgegenbringen. Einem Pressebericht zufolge fahren derzeit selbst die führenden Anbieter von KI-Software Verluste ein. Bleiben die Gewinne zu lange aus, dürfte massiv Kapital wieder abgezogen werden. Die technischen Entwicklungen insolventer Firmen gehen oftmals zu unangemessenen Preisen von Hand zu Hand.