Ökologisch-Demokratische Partei
Ortsverband Neufahrn-Eching

Nach dem Planfeststellungsbeschluss zur Autobahn A92
Gemeinderäte aller Couleur beweifeln jetzt den Sinn der Verbreiterung

CSU

Während ursprünglich von rund 88 Million Euro die Rede war, liegen die aktuellen Schätzungen bei rund 485 Millionen Euro. Gleichzeitig wird mit einer Bauzeit von etwa zwölf Jahren gerechnet. Angesichts dieser Entwicklung stellt sich die berechtigte Frage, ob dieses Projekt in seiner geplanten Form heute noch zeitgemäß und verhältnismäßig ist. Marco Stuckenberger, Sprecher der CSU im Gemeinderat, im Echinger Forum 07/2026

Freie Wähler

(Kritisieren eher die Lage des Anschlusses zur Bundesstraße 13 als in der Verbreiterung an sich ein Problem zu sehen.)

Seit der früheren Verlegung der B13 im südlicheren Verlauf, bei dem Hollern zu Unterschleißheim kam, habe die Nachbarstadt mit dem Gebietstausch "die Sahne abgeschöpft", monierte Christoph Gürtner, "und den Flächenfraß auf Echinger Flur abgewälzt". aus www.echinger-zeitung.de, 29.06.2026

SPD

Julian Morgenroth stellte das Ausbauprojekt, das aktuell auf Kosten von 485 Millionen Euro geschätzt wird, grundsätzlich in Frage. "Das ist nicht mehr zeitgemäß.", rügte er, "Wem bringt das eigentlich was?" aus www.echinger-zeitung.de, 29.06.2026

B90/Grüne

Der Echinger Bundestagsabgeordnete Leon Eckert (Grüne) kritisiert die "Kostenexplosion" scharf. "Wenn Kosten um mehrere hundert Prozent steigen, darf die Bundesregierung nicht einfach zur Tagesordnung übergehen", fordert er eine Neubewertung der Maßnahme. Das Projekt A92 stehe für ihn "für eine aus der Zeit gefallene Verkehrspolitik". Während bei Bahnstrecken und im öffentlichen Nahverkehr um jeden Euro gerungen werde, würden "mehrere Hundert Millionen Euro im Straßenbau wohl keine größere Rolle für die aktuelle Bundesregierung spielen", moniert Eckert. aus www.echinger-zeitung.de, 12.06.2026

Behandlung in der Gemeinderatsitzung vom 28.07.2026

Rechtsanwalt Michael Beisse war eingeladen um darzulegen, dass und weshalb eine Klage der Gemeinde Eching gegen den Planfeststellungsbeschluss aussichtlos sei.

Ohne weitere Fragen zum Vortrag von Anwalt Michael Beisse oder eine Diskussionn, was ansonsten gegen das Vorhaben unternommen werden könne, beschloss der Gemeinderat einstimmig, die zur Fristwahrung eingereichte Klage gegen den Autobahnausbau zurückzuziehen.

Von Gemeinderat Eric Jacob gefragt, ob er als Bürgermeister bei seinem Treffen mit Staatskanzleileiter Florian Herrmann über das Autobahnprojekt gesprochen habe, erkärte Michael Steigerwald, er habe das nicht "weil es kein Thema gewesen sei."

Kommentar von Klaus Bachhuber in der Echinger Online-Zeitung

[...] Wo liegt wohl der volkswirtschaftliche Ertrag durch ein paar Minuten Zeitersparnis auf zwölf Kilometer Autobahnstrecke? Hat sich die Ausgabe schon in 485 Jahren amortisiert oder muss man noch ein bisserl langfristiger denken? [...] kompletter Text auf echinger-zeitung.de, 16.06.2026

Beizeiten vorgebrachte Argumente und Alternativen

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